Datenschutzerklärungen sollten im App Store und der App nicht fehlen

In einem offenen Brief vom 09. Dezember 2014 an Apple, Google, Samsung, Microsoft, Nokia, BlackBerry und Amazon.com weist die "Global Privacy Enforcement Network" (GPEN) darauf hin, dass Datenschutzerklärungen, bei Apps die personenbezogene Daten verarbeiten, zur Pflichtangabe im App Store gehören. Der Anwender sollte vorab im jeweiligen App Store umfangreiche Informationen zu den verarbeiteten Daten erhalten, bevor er die App herunterlädt. Unterzeichnet wurde der Brief von mehreren autorisierten Datenschutzaufsichtsbehörden die der Meinung sind, dass der Betreiber eines App Stores für die angebotenen Apps verantwortlich ist und das es in seiner Pflicht liegt, Apps bereitzustellen die über eine entsprechende Datenschutzerklärung verfügen.

In der Woche vom 12. bis 18. Mai 2014 haben unter anderem der Landesdatenschutzbeauftragte Jörg Klingbeil (Landesbeauftragter für den Datenschutz Baden-Württemberg) und das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) am „International Sweep Day 2014“ teilgenommen. Die durch die GPEN initiierte Prüfung stand unter dem Motto „Mobile Privacy“. Im Rahmen dieser Prüfung wurden, nach vorab festgelegten Kriterien und einer Fokussierung auf Transparenz, Apps heimischer Anbieter geprüft. Die Prüfergebnisse waren sehr schlecht und zeigen das die datenschutzrechtlichen Anforderungen durch die App-Anbieter nicht richtig wahrgenommen werden. Im Falle des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht werden sogar weitere Kontrollen erfolgen und bei Missachtung der deutschen Datenschutzgesetze entsprechende Bußgeldbescheide ausgestellt.

Es ist also höchste Zeit seine App und die Informationen im App Store mit einem Impressum und einer entsprechenden Datenschutzerklärung aufzurüsten um Bußgeldbescheide zu vermeiden und um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.